Dozent: Herr Ingo Diez
25.03. - 27.03.2013
Die Infrastruktur für das Netzwerk des IPv6-Testlabors setzt sich aus fünf Computern zusammen, die die folgenden Dienste ausführen:
Es gibt drei Netzwerkabschnitte:
Alle Computer in den Subnetzen sind mit einem getrennten, gemeinsam verwendeten Hub oder Schalter für Schicht 2 verbunden. Für die beiden Routercomputer ROUTER1 und ROUTER2 wurden zwei Netzwerkadapter installiert.
Für die IPv4-Konfiguration wird jeder Computer mit der entsprechenden IP-Adresse, Subnetzmaske, dem Standardgateway und der IP-Adresse des DNS-Servers konfiguriert. DHCP-Server (Dynamic Host Configuration Protocol) und WINS-Server (Windows Internet Name Service) werden nicht verwendet. Für die IPv6-Konfiguration werden zunächst verknüpfungslokale Adressen verwendet.
In den folgenden Abschnitten wird die Konfiguration der einzelnen Computer im Testlabor beschrieben. Zur Nachbildung dieses Testlabors sollten Sie die Computer in der hier angegebenen Reihenfolge konfigurieren.
DNS1 ist ein Computer unter Windows Server 2008R2. Er stellt DNS-Serverdienste für die DNS-Domäne testlab.microsoft.com bereit. Führen Sie die folgenden Schritte aus, um DNS1 für diesen Dienst zu konfigurieren:
CLIENT1 ist ein Computer unter Windows 7, der als Client verwendet wird. Führen Sie die folgenden Schritte aus, um CLIENT1 als Clientcomputer zu konfigurieren:
ROUTER1 ist ein Computer unter Windows Server 2008R2, der als Router zwischen Subnetz 1 und Subnetz 2 verwendet wird. Führen Sie die folgenden Schritte aus, um ROUTER1 als Router zu konfigurieren:
ROUTER2 ist ein Computer unter Windows Server 2008R2, der als Router zwischen Subnetz 2 und Subnetz 3 verwendet wird. Führen Sie die folgenden Schritte aus, um ROUTER2 als Router zu konfigurieren:
CLIENT2 ist ein Computer unter Windows 7, der als Client verwendet wird. Führen Sie die folgenden Schritte aus, um CLIENT2 als Clientcomputer zu konfigurieren:
Die folgenden Aufgaben wurden entwickelt, um Ihnen die gebräuchlichsten IPv6-Konfigurationen unter Verwendung der in Einrichten der IPv6-Infrastruktur konfigurierten Testlaborinfrastruktur zu präsentieren.
Führen Sie die folgenden Schritte aus, um ein Ping-Signal an einen Host unter Verwendung verknüpfungslokaler Adressen zu senden und die in den Nachbar- und Routecaches erstellten Einträge anzuzeigen:
ping DNS1VerknüpfungslokaleAdresse%Schnittstellenkennung Wenn beispielsweise die verknüpfungslokale Adresse von DNS1 FE80::2AA:FF:FE9D:10C5 lautet und der Schnittstellenindex der Schnittstelle Local Area Connection auf CLIENT1 3 ist, lautet der Befehl wie folgt:
ping FE80::2AA:FF:FE9D:10C5%3
netsh interface ipv6 show neighbors
Sie können so den Eintrag im Nachbarcache von CLIENT1 für DNS1 anzeigen. Weitere Informationen finden Sie unter Nachbarsuche (Neighbor Discovery, ND).
netsh interface ipv6 show destinationcache
Sie können so den Eintrag im Zielcache von CLIENT1 für DNS1 anzeigen. Weitere Informationen finden Sie unter Nachbarsuche (Neighbor Discovery, ND).
netsh interface ipv6 show routes
Sie können so den Eintrag in der Routingtabelle von CLIENT1 anzeigen. Weitere Informationen finden Sie unter Die IPv6-Routingtabelle.
Führen Sie die folgenden Schritte aus, um eine statische IPv6-Routinginfrastruktur so zu konfigurieren, dass alle Knoten im Testlabor über IPv6-Datenverkehr erreichbar sind:
netsh interface ipv6 set interface [interface=]"Subnet 1 Connection"[forwarding=]enabled [advertise=]enabled nexthop=]ROUTER2AdresseaufSubnetz2 [publish=]yes
netsh interface ipv6 set interface [interface=]"Subnet 1 Connection"[forwarding=]enabled [advertise=]enabled nexthop=]ROUTER2AdresseaufSubnetz2 [publish=]yes
netsh interface ipv6 add route [prefix=]FEC0:0:0:1::/64 [interface=]"Subnet 1 Connection"[publish=]yes nexthop=]ROUTER2AdresseaufSubnetz2 [publish=]yes
netsh interface ipv6 add route [prefix=]FEC0:0:0:2::/64 [interface=]"Subnet 2 Connection"[publish=]yes nexthop=]ROUTER2AdresseaufSubnetz2 [publish=]yes
netsh interface ipv6 add route [prefix=]::/0 [interface=]"Subnet 2 Connection" nexthop=]ROUTER2AdresseaufSubnetz2 [publish=]yes
Im vorstehenden Befehl stellt „ROUTER2AdresseaufSubnetz2“ die verknüpfungslokale Adresse dar, die der Schnittstelle „Subnet 2 Connection“ auf ROUTER2 zugewiesen ist.
Wenn z. B. die Schnittstelle „Subnet 2 Connection“ auf ROUTER2 FE80::2AA:FF:FE87:4D5C ist, muss der letzte Befehl folgendermaßen eingegeben werden:
netsh interface ipv6 add route [prefix=]::/0 [interface=]"Subnet 2 Connection"[nexthop=]=fe80::2aa:ff:fe87:4d5c [publish=]yes
Geben Sie auf ROUTER2 die folgenden Befehle ein:
netsh interface ipv6 set interface [interface=]"Subnet 2 Connection"[forwarding=]enabled [advertise=]enabled
netsh interface ipv6 set interface [interface=]=]"Subnet 3 Connection" [forwarding=]enabled [advertise=]enabled
netsh interface ipv6 add route [prefix=]FEC0:0:0:2::/64 [interface=]=]"Subnet 2 Connection"[publish=]yes
netsh interface ipv6 add route [prefix=]FEC0:0:0:3::/64 [interface=]=]"Subnet 3 Connection"[publish=]yes
netsh interface ipv6 add route [prefix=]::/0 [interface=]=]"Subnet 2 Connection"[nexthop=]ROUTER1AdresseaufSubnetz2 [publish=]yes
Im vorstehenden Befehl stellt „ROUTER1AdresseaufSubnetz2“ die verknüpfungslokale Adresse dar, die der Schnittstelle „Subnet 2 Connection“ auf ROUTER1 zugewiesen ist.
Wenn z. B. die verknüpfungslokale Adresse der Schnittstelle „Subnet 2 Connection“ auf ROUTER1 FE80::2AA:FF:FE9A:203F lautet, muss der letzte Befehl folgendermaßen eingegeben werden:
netsh interface ipv6 add route ::/0 "Subnet 2 Connection" nexthop=fe80::2aa:ff:fe9a:203f publish=yes
Wenn ROUTER2 unter Windows Server 2003 ausgeführt wird, geben sie die folgenden zusätzlichen Befehle ein:
netsh interface ipv6 set interface "Subnet 2 Connection" siteid=1
netsh interface ipv6 set interface "Subnet 3 Connection" siteid=1
Überprüfen Sie die Integrität der IPv6-Routinginfrastruktur.
Geben Sie auf CLIENT2 die folgenden Befehle ein:
ping CLIENT1StandortlokaleAdresse
tracert -d CLIENT1StandortlokaleAdresse
Um DNS AAAA-Einträge anzuzeigen und die Verwendung von DNS mit IPv6 zu testen, führen Sie die folgenden Schritte aus:
Für die standortlokale Adresse FEC0::3:260:8FF:FE52:F9D8 von CLIENT2 sieht der Inhalt des AAAA-Ressourceneintrags beispielsweise wie folgt aus:
Name: client2.testlab.microsoft.com
Adresse: FEC0::3:260:8FF:FE52:F9D8
ping -6 client2.testlab.microsoft.com
Der Name client2.testlab.microsoft.com wird in die standortlokale Adresse durch Senden einer DNS-Abfrage an DNS1 aufgelöst.
client1Client1StandortlokaleAdresse
ping -6 client1
Der Name client1.testlab.microsoft.com wird in die standortlokale Adresse mithilfe der lokalen Datei Hosts aufgelöst.
Führen Sie die folgenden Schritte aus, um temporäre Adressen für globale Adresspräfixe zu verwenden:
netsh interface ipv6 add route 3FFE:FFFF:0:1::/64Subnetz1Schnittstellenindexpublish=yes
wobei Subnetz1Schnittstellenindex der Schnittstellenindex der ROUTER1-Schnittstelle im Subnetz 1 ist. Wenn der Schnittstellenindex von Subnetz 1 beispielsweise 4 beträgt, lautet der Befehl wie folgt:
netsh interface ipv6 add route 3FFE:FFFF:0:1::/64 4 publish=yes
netsh interface ipv6 delete route 3FFE:FFFF:0:1::/64Subnetz1Schnittstellenindexstore=persistent
wobei Subnetz1Schnittstellenindex der Schnittstellenindex der ROUTER1-Schnittstelle im Subnetz 1 ist.
Wenn der Schnittstellenindex von Subnetz 1 beispielsweise 4 beträgt, lautet der Befehl wie folgt:
netsh interface ipv6 delete route 3FFE:FFFF:0:1::/64 4 store=persistent
Mit diesem Befehl wird das globale Präfix aus der Routingtabelle von ROUTER1 entfernt und verhindert, dass ROUTER1 eine Ankündigung des globalen Präfix an die Schnittstellen sendet.