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lehrgaenge:uebergang_ipv4_zu_ipv6

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   - Melden Sie sich nach dem Neustart als Administrator an.   - Melden Sie sich nach dem Neustart als Administrator an.
   - Konfigurieren Sie das TCP/IP-Protokoll mit der IP-Adresse 10.0.1.3, der Subnetzmaske 255.255.255.0, dem Standardgateway 10.0.1.1 und der DNS-Server-IP-Adresse 10.0.1.2. Weitere Informationen finden Sie unter Konfigurieren von TCP/IP für die statische Adressierung und Konfigurieren von TCP/IP für die Verwendung von DNS.    - Konfigurieren Sie das TCP/IP-Protokoll mit der IP-Adresse 10.0.1.3, der Subnetzmaske 255.255.255.0, dem Standardgateway 10.0.1.1 und der DNS-Server-IP-Adresse 10.0.1.2. Weitere Informationen finden Sie unter Konfigurieren von TCP/IP für die statische Adressierung und Konfigurieren von TCP/IP für die Verwendung von DNS. 
-==== ROUTER1 ==== 
  
 +==== ROUTER1 ====
  
 ROUTER1 ist ein Computer unter Windows Server 2008R2, der als Router zwischen Subnetz 1 und Subnetz 2 verwendet wird. Führen Sie die folgenden Schritte aus, um ROUTER1 als Router zu konfigurieren: ROUTER1 ist ein Computer unter Windows Server 2008R2, der als Router zwischen Subnetz 1 und Subnetz 2 verwendet wird. Führen Sie die folgenden Schritte aus, um ROUTER1 als Router zu konfigurieren:
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   - Für die Schnittstelle in Subnetz 2 konfigurieren Sie für das TCP/IP-Protokoll die IP-Adresse 10.0.2.1, die Subnetzmaske 255.255.255.0 und das Standardgateway 10.0.2.2. Weitere Informationen finden Sie unter Konfigurieren von TCP/IP für die statische Adressierung.   - Für die Schnittstelle in Subnetz 2 konfigurieren Sie für das TCP/IP-Protokoll die IP-Adresse 10.0.2.1, die Subnetzmaske 255.255.255.0 und das Standardgateway 10.0.2.2. Weitere Informationen finden Sie unter Konfigurieren von TCP/IP für die statische Adressierung.
   - Aktivieren Sie IP-Weiterleitung unter Verwendung von Routing und RAS. Weitere Informationen finden Sie unter Aktivieren des Routing- und RAS-Dienstes.    - Aktivieren Sie IP-Weiterleitung unter Verwendung von Routing und RAS. Weitere Informationen finden Sie unter Aktivieren des Routing- und RAS-Dienstes. 
-====  + 
-ROUTER2 ====+==== ROUTER2 ====
  
 ROUTER2 ist ein Computer unter Windows Server 2008R2, der als Router zwischen Subnetz 2 und Subnetz 3 verwendet wird. Führen Sie die folgenden Schritte aus, um ROUTER2 als Router zu konfigurieren: ROUTER2 ist ein Computer unter Windows Server 2008R2, der als Router zwischen Subnetz 2 und Subnetz 3 verwendet wird. Führen Sie die folgenden Schritte aus, um ROUTER2 als Router zu konfigurieren:
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   - Konfigurieren Sie das TCP/IP-Protokoll mit der IP-Adresse 10.0.3.2, der Subnetzmaske 255.255.255.0 und dem Standardgateway 10.0.3.1. Weitere Informationen finden Sie unter Konfigurieren von TCP/IP für die statische Adressierung.   - Konfigurieren Sie das TCP/IP-Protokoll mit der IP-Adresse 10.0.3.2, der Subnetzmaske 255.255.255.0 und dem Standardgateway 10.0.3.1. Weitere Informationen finden Sie unter Konfigurieren von TCP/IP für die statische Adressierung.
   - Überprüfen Sie die Integrität der IPv4-Routinginfrastruktur durch Senden des Ping-Signals an 10.0.1.3 vom Computer CLIENT2.    - Überprüfen Sie die Integrität der IPv4-Routinginfrastruktur durch Senden des Ping-Signals an 10.0.1.3 vom Computer CLIENT2. 
 +  - 
 +===== Aufgaben des IPv6-Testlabors =====
 +
 +Die folgenden Aufgaben wurden entwickelt, um Ihnen die gebräuchlichsten IPv6-Konfigurationen unter Verwendung der in Einrichten der IPv6-Infrastruktur konfigurierten Testlaborinfrastruktur zu präsentieren.
 +
 +  *     Verknüpfungslokales Pingen
 +  * Erstellen einer statischen Routinginfrastruktur
 +  * Verwenden der Namensauflösung
 +  * Verwenden temporärer Adressen
 +  *  
 +==== Verknüpfungslokales Pingen ====
 +
 +Führen Sie die folgenden Schritte aus, um ein Ping-Signal an einen Host unter Verwendung verknüpfungslokaler Adressen zu senden und die in den Nachbar- und Routecaches erstellten Einträge anzuzeigen:
 +
 +  * Geben Sie auf DNS1 den Befehl **netsh interface ipv6 show interface "Local Area Connection"** ein, um die verknüpfungslokale Adresse der Schnittstelle **Local Area Connection** abzurufen.
 +  * Geben Sie auf CLIENT1 den Befehl **netsh interface ipv6 show interface "Local Area Connection"** ein, um die verknüpfungslokale Adresse und den Schnittstellenindex der Schnittstelle **Local Area Connection** abzurufen. 
 +  * Geben Sie den folgenden Befehl auf CLIENT1 ein, um ein Ping-Signal an die verknüpfungslokale Adresse von DNS1 zu senden:\\
 +**ping** DNS1VerknüpfungslokaleAdresse%Schnittstellenkennung
 +Wenn beispielsweise die verknüpfungslokale Adresse von DNS1 FE80::2AA:FF:FE9D:10C5 lautet und der Schnittstellenindex der Schnittstelle Local Area Connection auf CLIENT1 3 ist, lautet der Befehl wie folgt:
 +<code>ping FE80::2AA:FF:FE9D:10C5%3</code>
 +    * Geben Sie auf CLIENT1 den folgenden Befehl ein:
 +<code>netsh interface ipv6 show neighbors</code>
 +Sie können so den Eintrag im Nachbarcache von CLIENT1 für DNS1 anzeigen. Weitere Informationen finden Sie unter Nachbarsuche (Neighbor Discovery, ND).
 +  * Geben Sie auf CLIENT1 den folgenden Befehl ein:
 +<code>netsh interface ipv6 show destinationcache</code>
 +Sie können so den Eintrag im Zielcache von CLIENT1 für DNS1 anzeigen. Weitere Informationen finden Sie unter Nachbarsuche (Neighbor Discovery, ND).
 +  *   - Geben Sie auf CLIENT1 den folgenden Befehl ein:
 +<code> netsh interface ipv6 show routes</code>
 +Sie können so den Eintrag in der Routingtabelle von CLIENT1 anzeigen. Weitere Informationen finden Sie unter Die IPv6-Routingtabelle.
 +
 +
 +==== Erstellen einer statischen Routinginfrastruktur ====
 +
 +Führen Sie die folgenden Schritte aus, um eine statische IPv6-Routinginfrastruktur so zu konfigurieren, dass alle Knoten im Testlabor über IPv6-Datenverkehr erreichbar sind:
 +  * Geben Sie auf ROUTER1 den Befehl **netsh interface ipv6 show address** ein, um den Index der mit "Subnet 1 Connection" und "Subnet 2 Connection" verbundenen Schnittstellen und ihre verknüpfungslokalen Adressen abzurufen.
 +  * Geben Sie auf ROUTER2 den Befehl **netsh interface ipv6 show address** ein, um den Index der mit "Subnet 2 Connection" und "Subnet 3 Connection" verbundenen Schnittstellen und ihre verknüpfungslokalen Adressen abzurufen.
 +  * Geben Sie auf ROUTER1 die folgenden Befehle ein:\\
 +<code>
 +netsh interface ipv6 set interface [interface=]"Subnet 1 Connection"[forwarding=]enabled [advertise=]enabled
 +nexthop=]ROUTER2AdresseaufSubnetz2 [publish=]yes
 +</code>
 +<code>
 +netsh interface ipv6 set interface [interface=]"Subnet 1 Connection"[forwarding=]enabled [advertise=]enabled
 +nexthop=]ROUTER2AdresseaufSubnetz2 [publish=]yes
 +</code>
 +<code>
 +netsh interface ipv6 add route [prefix=]FEC0:0:0:1::/64 [interface=]"Subnet 1 Connection"[publish=]yes
 +nexthop=]ROUTER2AdresseaufSubnetz2 [publish=]yes
 +</code>
 +<code>
 +netsh interface ipv6 add route [prefix=]FEC0:0:0:2::/64 [interface=]"Subnet 2 Connection"[publish=]yes
 +nexthop=]ROUTER2AdresseaufSubnetz2 [publish=]yes
 +</code>
 +<code>
 +netsh interface ipv6 add route [prefix=]::/0 [interface=]"Subnet 2 Connection" nexthop=]ROUTER2AdresseaufSubnetz2 [publish=]yes
 +</code>
 +Im vorstehenden Befehl stellt "ROUTER2AdresseaufSubnetz2" die verknüpfungslokale Adresse dar, die der Schnittstelle "Subnet 2 Connection" auf ROUTER2 zugewiesen ist.
 +
 +Wenn z. B. die Schnittstelle "Subnet 2 Connection" auf ROUTER2 **FE80::2AA:FF:FE87:4D5C** ist, muss der letzte Befehl folgendermaßen eingegeben werden:
 +<code>
 +netsh interface ipv6 add route [prefix=]::/0 [interface=]"Subnet 2 Connection"[nexthop=]=fe80::2aa:ff:fe87:4d5c [publish=]yes
 +</code>
 +Geben Sie auf ROUTER2 die folgenden Befehle ein:
 +<code>
 +netsh interface ipv6 set interface [interface=]"Subnet 2 Connection"[forwarding=]enabled [advertise=]enabled
 +</code>
 +<code>
 +netsh interface ipv6 set interface [interface=]=]"Subnet 3 Connection" [forwarding=]enabled [advertise=]enabled
 +</code>
 +<code>
 +netsh interface ipv6 add route [prefix=]FEC0:0:0:2::/64 [interface=]=]"Subnet 2 Connection"[publish=]yes
 +</code>
 +<code>
 +netsh interface ipv6 add route [prefix=]FEC0:0:0:3::/64 [interface=]=]"Subnet 3 Connection"[publish=]yes
 +</code>
 +<code>
 +netsh interface ipv6 add route [prefix=]::/0 [interface=]=]"Subnet 2 Connection"[nexthop=]ROUTER1AdresseaufSubnetz2 [publish=]yes
 +</code>
 +Im vorstehenden Befehl stellt "ROUTER1AdresseaufSubnetz2" die verknüpfungslokale Adresse dar, die der Schnittstelle "Subnet 2 Connection" auf ROUTER1 zugewiesen ist.
 +
 +Wenn z. B. die verknüpfungslokale Adresse der Schnittstelle "Subnet 2 Connection" auf ROUTER1 FE80::2AA:FF:FE9A:203F lautet, muss der letzte Befehl folgendermaßen eingegeben werden:
 +<code>
 +netsh interface ipv6 add route ::/0 "Subnet 2 Connection" nexthop=fe80::2aa:ff:fe9a:203f publish=yes
 +</code>
 +Wenn ROUTER2 unter Windows Server 2003 ausgeführt wird, geben sie die folgenden zusätzlichen Befehle ein:
 +<code>
 +netsh interface ipv6 set interface "Subnet 2 Connection" siteid=1
 +</code>
 +<code>
 +netsh interface ipv6 set interface "Subnet 3 Connection" siteid=1
 +</code>
 +Überprüfen Sie die Integrität der IPv6-Routinginfrastruktur.
 +
 +Geben Sie auf CLIENT2 die folgenden Befehle ein:
 +
 +ping CLIENT1StandortlokaleAdresse
 +
 +tracert -d CLIENT1StandortlokaleAdresse
 +
 +
 +
 +==== Verwenden der Namensauflösung ====
 +
 +Um DNS AAAA-Einträge anzuzeigen und die Verwendung von DNS mit IPv6 zu testen, führen Sie die folgenden Schritte aus:
 +
 +  * Öffnen Sie auf DNS1 die DNS-Konsole. Klicken Sie unter dem DNS1-Server auf Forward-Lookup-Zonen. Doppelklicken Sie im rechten Fenster auf microsoft.com. Im rechten Fenster können Sie IPv4-A-Einträge und IPv6-AAAA-Einträge anzeigen. Um die Eigenschaften von AAAA-Einträgen für einen der Clients im Netzwerk anzugeben, doppelklicken Sie auf den AAAA-Eintrag.
 +
 +Für die standortlokale Adresse FEC0::3:260:8FF:FE52:F9D8 von CLIENT2 sieht der Inhalt des AAAA-Ressourceneintrags beispielsweise wie folgt aus:
 +
 +    Name: client2.testlab.microsoft.com
 +
 +    Adresse: FEC0::3:260:8FF:FE52:F9D8
 +
 +  * Geben Sie auf CLIENT1 den folgenden Befehl ein:
 +
 +    ping -6 client2.testlab.microsoft.com
 +
 +    Der Name client2.testlab.microsoft.com wird in die standortlokale Adresse durch Senden einer DNS-Abfrage an DNS1 aufgelöst.
 +
 +  * Erstellen Sie auf CLIENT2 den folgenden Eintrag in der Datei Hosts (sie befindet sich im Ordner systemroot\System32\Drivers\Etc):
 +
 +    client1Client1StandortlokaleAdresse
 +
 +  * Geben Sie auf CLIENT2 den folgenden Befehl ein:
 +
 +    ping -6 client1
 +
 +    Der Name client1.testlab.microsoft.com wird in die standortlokale Adresse mithilfe der lokalen Datei Hosts aufgelöst.
 +
 +
 +
 +
 +
 +==== Verwenden temporärer Adressen ====
 +
 +Führen Sie die folgenden Schritte aus, um temporäre Adressen für globale Adresspräfixe zu verwenden:
 +
 +  * Geben Sie auf ROUTER1 den folgenden Befehl ein:
 +<code>
 +netsh interface ipv6 add route 3FFE:FFFF:0:1::/64Subnetz1Schnittstellenindexpublish=yes
 +</code>
 +wobei Subnetz1Schnittstellenindex der Schnittstellenindex der ROUTER1-Schnittstelle im Subnetz 1 ist.
 +Wenn der Schnittstellenindex von Subnetz 1 beispielsweise 4 beträgt, lautet der Befehl wie folgt:
 +<code>
 +    netsh interface ipv6 add route 3FFE:FFFF:0:1::/64 4 publish=yes
 +</code>
 +  * Geben Sie auf CLIENT1 den Befehl **netsh interface ipv6 show interface** ein, um eine neue Adresse für die LAN-Schnittstelle anzuzeigen, die auf dem globalen Präfix 3FFE:FFFF:0:1::/64 basiert. Es sollten zwei Adressen basierend auf dem Präfix 3FFE:FFFF:0:1::/64 vorhanden sein. Eine Adresse setzt eine Schnittstellenkennung auf der Grundlage der EUI-64-Adresse der Schnittstelle ein. Bei der anderen Adresse handelt es sich um eine temporäre Adresse, von der die Schnittstellenkennung nach dem Zufallsprinzip abgeleitet wird. Weitere Informationen finden Sie unter IPv6-Schnittstellenkennungen.
 +
 +  * Geben Sie auf ROUTER1 den folgenden Befehl ein:
 +<code>
 +    netsh interface ipv6 delete route 3FFE:FFFF:0:1::/64Subnetz1Schnittstellenindexstore=persistent
 +</code>
 +wobei Subnetz1Schnittstellenindex der Schnittstellenindex der ROUTER1-Schnittstelle im Subnetz 1 ist.
 +
 +Wenn der Schnittstellenindex von Subnetz 1 beispielsweise 4 beträgt, lautet der Befehl wie folgt:
 +<code>
 +    netsh interface ipv6 delete route 3FFE:FFFF:0:1::/64 4 store=persistent
 +</code>
 +Mit diesem Befehl wird das globale Präfix aus der Routingtabelle von ROUTER1 entfernt und verhindert, dass ROUTER1 eine Ankündigung des globalen Präfix an die Schnittstellen sendet.
 +
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