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QEMU-Monitor

Der QEMU-Monitor unterstützt Manipulationen einer gestarteten Instanz. Mit der Tastenkombination [Strg]+[Alt]+[2] gelangt man in den QEMU-Monitor. [bearbeiten] Standard-Befehle

(qemu) help [cmd]

(qemu) ? [cmd]

Gibt eine Hilfestellung für alle Befehle beziehungsweise dem angegebenen Befehl cmd.

(qemu) commit device | all-

Sichern der Änderungen auf das angegebene Device beziehungsweise auf alle Devices. Voraussetzung ist die Verwendung der Option -snapshot.

(qemu) info

Dieser Befehl informiert über den Zustand der Instanz.

(qemu) info version

Zeigt die QEMU-Version an.

(qemu) info network

Zeigt Informationen über VLANs und die zugehörigen Devices an.

(qemu) info chardev

Zeigt Informationen zu den Character-Devices an.

(qemu) info block

Zeigt Informationen zu den Block-Devices (Disketten, Festplatten, CD-/DVD-ROMs) an.

(qemu) info blockstats

Zeigt Statistik-Informationen zu den Block-Devices an.

(qemu) info registers

Zeigt die CPU-Register an.

(qemu) info cpus

Zeigt Informationen zu jeder CPU an.

(qemu) info history

Zeigt die Befehlszeilen-Historie an.

(qemu) info irq

Zeigt, wenn vorhanden, Statistiken zu den Interrupts an.

(qemu) info pic

Zeigt die Zustände der i8259-Chips (PIC) an.

(qemu) info pci

Zeigt die emulierten PCI-Devices und Busse an.

(qemu) info tlb

Zeigt das Mapping von virtuellen zu physischen Speicher an (nur i386).

(qemu) info mem

Zeigt das aktive, virtuelle Speicher-Mapping an (nur i386).

(qemu) info hpet (bis QEMU 0.13.

Zeigt an, ob der High Precision Event Timer (HPET) aktiviert ist oder nicht (nur i386).

(qemu) info jit

Zeigt dynamische Compiler-Informationen an.

(qemu) info kqemu (bis QEMU 0.11.*)

Zeigt Informationen über KQEMU an.

(qemu) info kvm

Zeigt Informationen über die Kernel-based Virtual Machine an.

(qemu) info numa

Zeigt Informationen über NUMA (Non-Uniform Memory Architecture) an.

(qemu) info usb

Zeigt die am virtuellen USB-Hub des Gastes angeschlossenen USB-Devices an.

(qemu) info usbhost

Anzeige der USB-Geräte des Host-Systems.

(qemu) info profile

Zeigt Informationen zum internen Profiler an.

(qemu) info capture

Zeigt Informationen über aktive Sound-Mitschnitte (siehe wavcapture) an.

(qemu) info snapshots

Zeigt eine Liste der VM-Snapshots an.

(qemu) info status

Zeigt den Zustand der Instanz an (laufend, pausierend, Single Step Mode).

(qemu) info pcmcia

Zeigt den Zustand der PCMCIA-Erweiterungen (Personal Computer Memory Card International Association) im Gast-System an.

(qemu) info mice

Zeigt die aktive Maus des Gast-Systems an.

(qemu) info vnc

Zeigt den Zustand des VNC-Servers an.

(qemu) info spice

Zeigt Informationen über SPICE an.

(qemu) info name

Zeigt den Namen der Instanz an.

(qemu) info uuid

Zeigt den UUID (Universally Unique Identifier) der Instanz an.

(qemu) info cpustats (bis QEMU 0.13.*)

Zeigt Statistik-Informationen zu den CPUs an.

(qemu) info usernet

Zeigt den Status des User-Network-Stack-Verbindungen an (siehe -net user,hostfwd=rule).

(qemu) info slirp (bis QEMU 0.10.6)

Zeigt, wenn vorhanden, SLIRP-Statistiken an.

(qemu) info migrate

Zeigt den Status der Migration an.

(qemu) info balloon

Zeigt Informationen zum Ballooning an.

(qemu) info qtree

Zeigt den Device-Tree an.

(qemu) info qdm

Zeigt die Liste der QDEV-Device-Models.

(qemu) info roms

Zeigt Informationen über die verwendeten ROM-Dateien (zum Beispiel vgabios-cirrus.bin„,“pxe-e1000.bin„, „bios.bin) an.

(qemu) q (qemu) quit

Beendet die Instanz.

(qemu) block_resize device size

Ändert die Größe einer Image-Datei während der Laufzeit des Gast-Systems. Dies erfordert meist Aktionen im Gast-System, damit dieses die Änderung erkennt. Eine Verkleinerung der virtuellen Festplatte wird zwar unterstützt, sollte aber mit großer Vorsicht angewendet werden. Es lassen sich nur Image-Dateien manipulieren. Block-Devices, wie zum Beispiel LVM-Speicher, können nicht geändert werden.

(qemu) eject [-f] device

Wirft ein Wechselmedium (CD/DVD, Floppy) aus. Die Option -f forciert den Auswurf.

(qemu) drive_del device

Trennt das angegebene Block-Device des Host-Systems. Lese- und Schreibvorgänge von der virtuellen Maschine auf dieses Device werden damit unterbunden. Im Gast-System kommt es bei entsprechenden Zugriffen zu Fehlermeldungen.

(qemu) change device setting

Ändert die Konfiguration eines Devices.

(qemu) change device filename [format]

Tauscht ein Wechselmedium (CD/DVD, Diskette) aus.

(qemu) change vnc display,options

Ändert die Konfiguration des VNC-Servers. Die Syntax für display und options entsprechen denen der QEMU-Startoption -vnc.

(qemu) change vnc password

Ändert das Passwort des VNC-Servers. Das Passwort ist signifikant bis zu 8 Zeichen.

(qemu) screendump filename

Sichert ein Bildschirmfoto als Grafikdatei im PPM-Format.

(qemu) logfile filename

Die Ausgaben werden in die Datei filename geschrieben.

(qemu) log item1[,…]

Schreibt Log-Daten in die Log-Datei /tmp/qemu.log.

(qemu) trace-event

Ändert den Status eines Trace-Events (siehe http://wiki.qemu.org/Features/Tracing).

(qemu) trace-file [on|off|flush]

Öffnet, schließt oder aktualisiert die Trace-Datei (siehe http://wiki.qemu.org/Features/Tracing). Ohne Argument wird der Status der Trace-Datei angezeigt.

(qemu) savevm tag | id

Erzeugt einen VM-Snapshot der gesamten virtuellen Maschine. Voraussetzung ist zumindest ein Image im qcow2-Format. Dieser VM-Snapshot wird mit einem Namen (tag) oder einer aufsteigenden Nummer (id) für jeden VM-Snapshot bezeichnet. Gibt es bereits einen VM-Snapshot mit dem gleichen tag oder mit der gleichen id, wird dieser überschrieben. Informationen zu den vorhandenen VM-Snapshots gibt im QEMU-Monitor der Befehl info snapshots. Bei Verwendung der Option -snapshot können zwar VM-Snapshots angelegt werden, diese gehen aber nach dem Beenden der virtuellen Maschine verloren.

(qemu) loadvm tag | id

Versetzt die gesamte virtuelle Maschine in den Zustand des zuvor gespeicherten VM-Snapshots. Dies entspricht der Startoption -loadvm.

(qemu) delvm tag | id

Löscht einen VM-Snapshot.

(qemu) singlestep [on|off]

Schaltet den Singlestep-Mode an oder aus.

(qemu) stop

Lässt die Instanz pausieren (siehe auch -S).

(qemu) c (qemu) cont

Lässt die durch stop pausierende Instanz weiterlaufen.

(qemu) gdbserver [device]

Startet den GDB-Server auf dem angegebenen Device (Default = tcp::1234). Gestoppt wird der GDB-Server mit gdbserver none.

(qemu) x/fmt addr

Erzeugt einen Dump des virtuellen Speichers ab Adresse addr.

(qemu) xp /fmt addr

Erzeugt einen Dump des physikalischen Speichers ab Adresse addr. Der Parameter fmt definiert, wie die Daten formatiert werden sollen. Die Syntax ist /{count}{format}{size}

count

Definiert die Anzahl der Einträge, die zu dumpen sind.

format

Das Format wird wie folgt definiert:

      x (hexadezimal)
      d (dezimal mit Vorzeichen)
      u (dezimal ohne Vorzeichen)
      o (oktal)
      c (Zeichen)
      i (Assemblerbefehl). 

size

Die Größe wird wie folgt definiert:

      b (8 Bit)
      h (16 Bit)
      w (32 Bit)
      g (64 Bit).

Bei der x86-CPU kann h oder w mit dem i-Format definiert werden, um die Größe des Assemblerbefehls (16 oder 32 Bit) festzulegen. Das folgende Beispiel erzeugt einen Dump und stellt das Ergebnis in Form von Assemblerbefehlen von zehn Anweisungen ab der aktuellen Ausführungsposition (der Adresse im EIP-Register) dar:

(qemu) x/10i $eip

Das folgende Beispiel erzeugt einen Hexdump von 80 16-Bit-Werten ab dem Anfang des Videospeichers (im Textmodus):

(qemu) xp/80hx 0xb8000

(qemu) p/fmt expr (qemu) print/fmt expr

Gibt den Wert des Ausdrucks expr aus. Dabei wird fmt zur Formatierung des Ergebnisses verwendet.

(qemu) i /fmt addr

Liest einen I/O-Port aus.

(qemu) o /fmt addr value

Gibt den Wert value auf einen I/O-Port aus.

(qemu) sendkey keys [hold_ms]

Der Befehl sendkey sendet die Tasten-Codes keys. Dadurch können auch Tastenkombinationen gesendet werden, die vom Host-System abgefangen werden. Mehrere Tasten-Codes für Tastenkombinationen werden mit dem Minuszeichen verbunden. Beispiel: sendkey ctrl-alt-f1 Die Tasten-Codes der Buchstabentasten werden mit den entsprechenden Kleinbuchstaben dargestellt. Die Tasten-Codes der Zahlentasten werden mit den entsprechenden Zahlen codiert. Weitere Tasten-Codes sind: shift, shift_r (rechte Shift-Taste), alt, alt_r, ctrl, ctrl_r, menu (Windows-Taste), esc, minus (Bindestrich), equal (Gleichheitszeichen), backspace, tab, ret (Return), spc (Leertaste) und caps_lock. Die Funktionstasten ergeben sich durch die Tasten-Codes f1 bis f12. Die Tasten-Codes der Zehnertastatur sind num_lock, scroll_lock, kp_divide (geteilt durch), kp_multiply, kp_substract, kp_add, kp_enter, kp_decimal. Die Zahlen auf der Zehner-Tastatur werden wie folgt codiert: kp_0, kp_1, kp_2, kp_3, kp_4, kp_5, kp_6, kp_7, kp_8 und kp_9. Die Kursortasten und die Tasten darüber werden mit folgenden Tasten-Codes dargestellt: print, home, pgup, pgdn, end, left, up, down, right, insert und delete. Die Länge des Tastendrucks wird mit hold_ms vorgegeben (Default 100 ms).

(qemu) system_reset

Bewirkt ein System-Reset.

(qemu) system_powerdown

Sendet ein System-Power-Down-Event.

(qemu) sum addr size

Berechnet die Check-Summe eines Speicherbereichs.

(qemu) usb_add device

Fügt ein USB-Device hinzu. Beispiele: usb_add host:bus.addr und usb_add host:vendor_id:product_id

(qemu) usb_del device

Entfernt das USB-Device device vom virtuellen USB-Hub. device hat die Syntax bus.addr. Der QEMU-Monitor-Befehl info usb zeigt die USB-Devices an.

(qemu) device_add driver[,prop=value][,…]

Fügt ein Device hinzu. Die Optionen entsprechen denen der Option -device.

(qemu) device_del device

Entfernt ein Device.

(qemu) mouse_move dx dy [dz]

Verschiebt den Maus-Kursor des Gast-Systems um die angegebenen Koordinaten dx und dy. Optional wird die Scroll-Achse mit dz gedreht.

(qemu) mouse_button val

Ändert den Zustand einer Maus-Taste (1 = links, 2 = Mitte, 4 = rechts) im Gast-System.

(qemu) mouse_set index

Ändert das aktive Maus-Device auf die angegebene Nummer index. Informationen über verfügbare Maus-Devices und ihre Indexnummern gibt der Befehl info mice.

(qemu) wavcapture file [frequency [bits [channels]]]

Nimmt die Sound-Ausgabe des Gast-Systems auf und speichert sie in die angegebene Datei. Weitere Angaben definieren die Frequenz der Sample-Rate, die Sample-Bits und die Anzahl der Kanäle (Channels). Die Defaultwerte sind Sample-Rate = 44100 Hz (CD-Qualität), Bits = 16 und Anzahl der Channels = 2 (Stereo).

(qemu) stopcapture index

Beendet die Aufnahme des vorgegebenen Index. Der Index kann mit info capture ermittelt werden.

(qemu) memsave addr size file

Speichert einen Dump des virtuellen Arbeitsspeichers mit einer Größe von size ab Adresse addr in die Datei file.

(qemu) pmemsave addr size file

Speichert einen Dump des physikalischen Arbeitsspeichers mit einer Größe von size ab Adresse addr in die Datei file.

(qemu) boot_set bootdevicelist

Legt eine neue Bootreihenfolge fest und überschreibt damit die Werte von -boot. Die Werte entsprechen den Parametern von -boot, können sich aber nach Maschinentyp unterscheiden.

(qemu) nmi

Injiziert einen Non-Maskable Interrupt (NMI) zu allen CPUs.

(qemu) nmi cpu (bis QEMU 0.14)

Injiziert einen Non-Maskable Interrupt (NMI) zu der angegebenen CPU.

(qemu) migrate [-d] [-b] [-i] uri

Bewirkt eine Migration zu uri. Die virtuelle Maschine wird dabei von einem Host-System auf ein anderes Host-System übertragen. Bei Angabe von -d wird nicht auf die Vollständigkeit der Migration gewartet. Die Option -b aktiviert das Kopieren der virtuellen Festplatten zu dem Ziel-Host. Dies ist sinnvoll, wenn das Image nicht auf einen gemeinsamen Storage (Shared Storage) liegt. Mit der Option -i erfolgt nur ein Kopieren der Overlay-Dateien. Dies ist sinnvoll, wenn gleiche Basis-Images auf Quell- und Ziel-Host zur Verfügung stehen.

(qemu) migrate_cancel

Bricht die aktuelle Migration ab.

(qemu) migrate_set_speed value

Begrenzt die maximale Geschwindigkeit der Migration in Byte.

(qemu) migrate_set_downtime second

Definiert die maximal zu tolerierende Downtime bei der Migration in Sekunden.

(qemu) client_migrate_info protocol hostname port tls-port cert-subject

Mit dem Befehl client_migrate_info sendet man Informationen bei einer Migration zum SPICE-/VNC-Client. Dabei werden die SPICE-/VNC-Verbindungsdaten für das Migrationsziel übermittelt. Der SPICE-/VNC-Server bewirkt beim SPICE-/VNC-Client ein automatisches Wiederverbinden.

(qemu) snapshot_blkdev device [new-image-file] [format]

Generiert ein Live-Snapshot des angegebenen Devices. Wird ein neues Image angegeben, wird dies das neue root-Image. Wird ein Format angegeben, wird der Snapshot in diesem Format erzeugt. Ohne Angabe eines Formates wird der Snapshot intern gespeichert. Dies wird zur Zeit noch nicht unterstützt.

(qemu) drive_add [[<domain>:]<bus>:]<slot> \
[file=file][,if=type][,bus=n] \
[,unit=m][,media=d][index=i] \
[,cyls=c,heads=h,secs=s[,trans=t]] \
[snapshot=on|off][,cache=on|off]

Fügt ein virtuelles PCI-Laufwerk dem PCI-Storage-Controller hinzu (siehe Option -drive).

(qemu) pci_add auto|[[<domain>:]<bus>:]<slot> nic|storage|host \
[[vlan=n][,macaddr=addr][,model=type]] \
[file=file][,if=type][,bus=nr] ... \
[host=02:00.0[,name=string][,dma=none]

Der Befehl pci_add ermöglicht das Hinzufügen von Hotplug-Geräten im gestarteten Gast-System (Linux). Dazu müssen im Gast-System die Kernel-Module acpiphp und pci_hotplug geladen sein. Beispiele:

(qemu) pci_add 0 nic model=e1000

Fügt eine virtuelle Netzwerkkarte hinzu.

(qemu) pci_add 0 storage file=Platte.img,if=scsi

Fügt eine virtuelle Festplatte hinzu.

(qemu) pci_del [[<domain>:]<bus>:]<slot>

Entfernt das angegebene PCI-Device im laufenden Betrieb.

(qemu) pcie_aer_inject_error [-a] [-c] id error_status \
[tlp header [tlp header prefix]]

Injiziert ein PCI AER-Fehler (PCI Express Advanced Error Reporting).

-a

Der Fehler ist nicht fatal.

-c

Injiziert ein korrigierbaren Fehler.

id

Gibt die ID des qdev-Devices vor.

error_status

Definiert den Fehler-Status (String oder 32bit).

tlb header

Definiert den TLB-Header (32bit x 4).

tlb header prefix

Definiert den TLB-Header-Prefix (32bit x 4).

(qemu) host_net_add tap|user|socket|vde|dump [options]

Fügt einen VLAN-Client hinzu (siehe Option -net user).

(qemu) host_net_remove vlan_id name

Entfernt einen VLAN-Client.

(qemu) host_net_redir (wird ersetzt durch hostfwd_add)

Leitet TCP- oder UDP-Verbindungen vom Host- zum Gast-System um. Dazu wird die Option -net user benötigt.

(qemu) netdev_add [user|tap|socket],id=str[,prop=value][,...]

Fügt ein Netzwerk-Device hinzu. Die Optionen entsprechen denen der Option -netdev.

(qemu) netdev_del id

Löscht ein Netzwerk-Device.

(qemu) hostfwd_add [vlan_id name] \
[tcp|udp]:[hostaddr]:hostport-[guestaddr]:guestport

Leitet eine TCP- oder UDP-Verbindung vom Host- zum Gast-System weiter. Voraussetzung dazu ist die Option -net user. Zusätzlich zu den Parametern von -net user,hostfw kann die VLAN-ID angegeben werden. Dies ist bei mehreren virtuellen Netzwerkkarten notwendig (siehe -net nic,vlan=n).

(qemu) hostfwd_remove [vlan_id name] [tcp|udp]:[hostaddr]:hostport

Entfernt ein Port-Redirect (siehe -net user,hostfwd=rule).

(qemu) balloon value

Fordert die virtuelle Maschine auf deren Speicher-Zuordnung zu ändern (in MByte).

(qemu) set_link name [on|off]-

Verbindet das virtuelle Netzwerkkabel mit dem Netzwerk-Adapter name.

(qemu) watchdog_action [reset|shutdown|poweroff|pause|debug|none]

Ändert die Watchdog-Aktion (siehe Option -watchdog-action).

(qemu) acl_show aclname

Wurde QEMU mit der Unterstützung für SASL und ACL kompiliert, listet dieser Befehl alle passenden Regeln der Zugriffssteuerungsliste (Access Control List) und der Default-Policy auf. Es gibt zwei benannte Zugriffssteuerungslisten: Während vnc.x509dname auf den Distinguished Name testet, überprüft vnc.username auf den SASL-Benutzernamen (siehe -vnc).

(qemu) acl_policy aclname allow|deny

Wurde QEMU mit der Unterstützung für SASL und ACL kompiliert, setzt dieser Befehl die Default-Policy der Zugriffssteuerungsliste. Diese Default-Policy greift, wenn keine der definierten Regeln greifen. Die Default-Policy ist beim Start immer auf deny gesetzt.

(qemu) acl_add aclname match allow|deny [index]

Wurde QEMU mit der Unterstützung für SASL und ACL kompiliert, fügt dieser Befehl eine Übereinstimmungsregel zur Zugriffssteuerungsliste hinzu. Diese erlaubt oder verbietet den Zugriff. Dazu muss entweder der Benutzername oder der x509 Distinguished Name übereinstimmen. Optional sind auch Wildcards möglich. Zum Beispiel erlaubt *@EXAMPLE.COM allen Benutzern des Kerberos Realm EXAMPLE.COM den Zugriff. Normalerweise wird die Regel an das Ende der Zugriffssteuerungsliste angehangen. Mit dem Parameter index kann die Regel an einer bestimmten Stelle eingefügt werden.

(qemu) acl_remove aclname match

Wurde QEMU mit der Unterstützung für SASL und ACL kompiliert, entfernt dieser Befehl eine Regel aus der Access-Control-List.

(qemu) acl_reset aclname

Wurde QEMU mit der Unterstützung für SASL und ACL kompiliert, entfernt dieser Befehl alle Übereinstimmungsregeln aus der Zugriffssteuerungsliste und setzt die Default-Policy wieder auf deny zurück.

(qemu) mce [-b] cpu bank status mcgstatus addr misc

Injiziert eine Machine Check Exception (MCE). Dies ist nur bei x86-CPUs möglich. Eine Machine Check Exception ist ein Report von neueren CPU(s) von Intel und AMD bei Hardware-Problemen.

-b

Sendet die MCE auch zu den anderen CPUs.

cpu

Die MCE wird für die angegebene CPU injiziert. Wird nur eine CPU emuliert, ist hier 0 anzugeben. Bei mehreren CPUs (siehe Option -smp) beginnt die Zählung mit 0.

bank

Jeder CPU sind vier oder fünf Bänke zugeordnet. Eine Bank ist eine Gruppe von Fehler-Registern. Diese Fehler-Register können jeweils aktiviert oder deaktiviert sein. Normalerweise sind alle Fehler-Register aller Bänke aktiviert. Die Anzahl und Inhalte der Bänke sind abhängig von der CPU. Jede Bank hat vier Register. Bei einer AMD-CPU haben die Bänke folgende Bedeutung:

  Bank 0: Date Cache,
  Bank 1: Instruction Cache,
  Bank 2: Bus Unit,
  Bank 3: Load Store Unit,
  Bank 4: Northbridge und DRAM. 
  status
  Das Bank-Status-Register ist 64-Bit lang. 
  mcgstatus
  Das globale Status-Register enthält Informationen ob ein MCE gemeldet wurde.
  Bit 0: RIPV – Restart IP valid flag,
  Bit 1: EIPV – Error IP valid flag,
  Bit 2: MCIP – Machine check in progress,
  Bit 3 bis 63: Reserviert. 
  addr
  Hiermit wird die Speicheraddresse der Exception definiert. 
  misc
  Diese Option dient zur zusätzlichen Beschreibung der MCE. 

(qemu) getfd fdname

Empfängt einen File-Descriptor via SCM_RIGHTS für Unix-Sockets und weist ihm einen Namen zu. Befehle des QEMU-Monitors können diesen Namen verwenden. Ein solcher File-Descriptor ist für das Hinzufügen und Entfernen von Netzwerkkarten während des laufenden Gast-System (hotplug) notwendig.

(qemu) closefd fdname

Schließt einen via SCM_RIGHTS empfangenen File-Descriptor.

(qemu) block_passwd device password

Setzt das Password für das verschlüsselte Device device.

(qemu) set_password [vnc|spice] password [keep|disconnect|fail]

Der Befehl set_password ändert das Passwort für VNC beziehungsweise SPICE. Ein leeres Passwort verhindert jede Verbindung. Weiterhin lässt sich das Verhalten bei aufgebauter Verbindung beeinflussen. Mit keep (Default) wird die Verbindung nach Ablauf des Passwortes gehalten. Mit disconnect wird das Passwort geändert und die Verbindung beendet. Mit fail verwirft die Passwort-Änderung.

(qemu) expire_password [vnc|spice] [now|never|+nsec|nsec]

Mit expire_password wird eine Ablaufzeit für das Passwort definiert. Die Option now lässt das Passwort sofort ungültig werden. Bei never ist die Ablaufzeit unendlich. Mit +nsec wird die Ablaufzeit in Sekunden neu gesetzt. Mit nsec wird die Ablaufzeit in Sekunden absolut seit 1970 (Unix-Epoche) gesetzt.

(qemu) qmp_capabilities

Aktiviert QMP-Fähigkeiten. QMP (QEMU Machine Protocol) ist ein auf JASON (http://www.json.org) basierendes Management Interface, welches Applikationen die Kommunikation mit der QEMU-Instanz ermöglicht (siehe http://wiki.qemu.org/QMP).

(qemu) cpu index

Setzt die Default-CPU.

(qemu) cpu_set cpu [online|offline]

Ändert den Status der angegebenen CPU.

Der QEMU-Monitor versteht Integer-Ausdrücke für jedes Integer-Argument. Register-Namen mit vorangestelltem $ (Dollar-Zeichen) enthalten die Werte von CPU-Registern.

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