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Quickstart

Beim Anlegen einer virtuellen Maschine sind folgende Schritte notwendig:

  1. Zuerst wird eine virtuelle Festplatte (Image-Datei) generiert.
  2. Danach wird QEMU oder KVM mit dieser virtuellen Festplatte und dem Installationsmedium gestartet. Die virtuelle Maschine wird mit Startoptionen konfiguriert.
  3. Das Betriebssystem wird, wie bei einer realen Maschine, installiert. Dabei ist nur auf die Unterstützung der emulierten Hardware zu achten. Spezielle Treiber müssen im Gast-System nicht installiert werden.

Die QEMU-Startoptionen sind unter allen Betriebssystemen gleich. Zur Demonstration der wichtigsten Optionen wird im nachfolgenden Beispiel eine virtuelle Maschine mit Shell-Befehlen erzeugt. Der Aufruf von QEMU auf der Kommandozeile hat den Vorteil, dass mögliche Fehlermeldungen sofort angezeigt werden. Für dieses Beispiel wurde das Betriebssystem ReactOS (http://www.reactos.org/de/) als Gast­-System ausgewählt. Zur Installation des Betriebssystems wird eine virtuelle Festplatte angelegt. Dies geschieht mit dem im QEMU-Paket enthaltenen Tool qemu-img und dessen Parameter create. Bei einigen Distributionen heißt dieses Tool kvm-img. Es ist der Name und die Größe der virtuellen Festplatte anzugeben. Mit der Option -f wird das Format vorgegeben.

Host ~$ qemu-img create -f qcow2 ReactOS.img 1G

Von der ReactOS-Website ist das Image der Installations-CD herunterzuladen und zu entpacken.

Host ~$ unzip ReactOS*-iso.zip

Aufgerufen wird QEMU beziehungsweise die Kernel-based Virtual Machine normalerweise mit dem Befehl qemu. Bei einigen Distributionen erfolgt der Aufruf mit kvm, qemu-system-x86_32, qemu-system-x86_64 oder qemu-kvm. Zur Installation wird die virtuelle Maschine von der Installations-CD gestartet. Deren Name wird nach der Option -cdrom eingegeben. Der Name der angelegten virtuellen Festplatte wird nach der Option -hda eingetippt. Damit der virtuelle Computer von der virtuellen CD bootet, ist die Option -boot d zu verwenden.

Host ~$ qemu -hda ReactOS.img -cdrom ReactOS.iso -boot d

Sollte beim Start die Fehlermeldung erscheinen, dass die Datei bios.bin nicht gefunden wurde, muss zusätzlich noch mit der QEMU-Startoption -L der Pfad zu dieser Datei angegeben werden. Befindet sich die Datei bios.bin im aktuellen Pfad, ist ein Punkt anzugeben.

Host ~$ qemu -hda ReactOS.img -cdrom ReactOS.iso -boot c -L .

Es startet der virtuelle PC in einem Fenster. Die Installation von ReactOS wird durch Klicken in das Fenster und das Betätigen einer beliebigen Taste begonnen. Zuerst wird die deutsche Tastatur ausgewählt. Danach wird die virtuelle Festplatte partitioniert und formatiert. Das Zielverzeichnis für die Installation der ReactOS-Dateien braucht nicht geändert zu werden. Im Anschluss wird der Bootloader installiert, wobei die vorgegebene Option Install bootloader on the harddisk (mbr) gilt. Danach muss die virtuelle Maschine neu gestartet werden und die Installation wird grafisch weitergeführt. Um von der Festplatte zu booten, ist die Option -boot c zu anzuwenden.

Host ~$ qemu -hda ReactOS.img -cdrom ReactOS.iso -boot c

Um ohne CD-Image aber mit unterstützter Netzwerk-Karte zu booten, ist folgender Befehl anzuwenden. Dabei konfiguriert QEMU per integriertem DHCP-Server die Netzwerkeinstellungen des Gast-Systems.

Host ~$ qemu ReactOS.img -net user -net nic,model=pcnet

Bei älteren QEMU/KVM-Versionen ist die Netzwerk-Karte ne2k_pci zu verwenden.

Host ~$ qemu ReactOS.img -net user -net nic,model=ne2k_pci

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